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Text 1
Soziale Versicherung in der BRD
Nach dem Artikel 20 des Grundgesetzes ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Der Staat ist verpflichtet, jeden Bürger vor sozialer Unsicherheit zu schützen und soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen.
Das “soziale Netz” der BRD baut auf einer Reihe von Gesetzen auf, die den Bürgern bei Krankheit, Unfällen, im Alter Sicherheit bieten.
Der Anfang der Sozialversicherung in Deutschland geht auf die rasche Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als immer mehr Menschen in der Industrie Arbeit fanden. Den geringen Lohn reichte damals nicht für den Krankheitsfall und kaum für eine Sicherung im Alter. Diese soziale Frage war ein wichtiges Thema in der Innenpolitik. Reichskanzler Otto von Bismarck legte mit der ersten umfassenden Sozialgesetzgebung einen wichtigen Grundstein für eine moderne Sozialversicherung.
In den Jahren 1883 bis 1889 wurden die deutsche Sozialgesetzgebung, die Krankenversicherung, die Unfallversicherung und die Invaliditäts-und Alterversicherung eingeführt. Damals erhielt man jedoch erst mit 70 Jahren ein Altersruhegeld. Ab 1911 erhielten Witwen und Waisen eine Rente. 1927 entstand die Arbeitslosenversicherung. Von 1938 an konnten auch die Handwerker in die Sozialversicherung eintreten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sozialversicherung weiter ausgebaut und wesentlich verbessert. Landwirte (=Bauern) erhalten seit 1957 eine gesetzliche Altershilfe. Durch die groβe Rentenreform von 1957 verband man die Renten mit der Entwicklung der Einkommen: Steigt das Durchschnittseinkommen der Arbeitsnehmer, so erhöhen sich auch die Renten. Diese Rentenanpassung erfolgt jedes Jahr zum 1. Juni.
I. Грамматические задания
Упр. 1. Выпишите из текста № 1 простые повествовательные предложения в настоящем времени (Präsens), подчеркните в них подлежащее и сказуемое. Предложения переведите и укажите порядок слов в предложении.
Образец: Die Entwicklung Deutschlands kennt unterschiedliche Staatsformen. Развитие Германии знает различные государственные формы. (Прямой порядок слов)
Упр. 2. Выпишите из текста № 1 предложения с неопределенно-личным местоимением man и переведите их. Подлежащее и сказуемое подчеркните.
Образец: Man sperrt den Tatort ab. Место преступления огораживают
Упр. 3. Выпишите из текста № 1 все предложения в простом прошедшем времени (Präteritum) и переведите их. В сложноподчиненных предложениях подчеркните сказуемое в придаточном предложении.
Образец: Оberste Landesbehörde sind alle Landesbehörden, die keiner anderen Landesbehördeunterstellt sind, z.B. der Ministerprasident. Высшим органом власти земли являются все органы власти земли, которые не подчиняются никаким другим органам власти земли, например министр-президент.
Упр. 4. Преобразуйте предложение из текста №1 в форму настоящего времени (Präsens). Сказуемое подчеркните.
Diese soziale Frage war ein wichtiges Thema in der Innenpolitik.
Упр. 5. Выпишите из текста № 1 семь существительных с предлогом и определите падеж существительного.
Образец: mit einer Beschwerde – с жалобой, Dativ (дат. падеж)
II. Лексические задания
Упр. 6. Выпишите из текста 10 сложных существительных и переведите их. Разделите их на составляющие.
Образец: die Verhaltensregeln – правила поведения
das Verhalten + s + die Regeln
поведение правила
Упр. 7. Выпишите из текста № 1 простые существительные с суффиксом –ung и образуйте от них глаголы. Глаголы переведите.
Образец: die Ausbildung – ausbilden – обучать, готовить
Упр. 8. Выпишите из текста все порядковые числительные и даты и напишите их прописью.
Образец: des 20. Jahrhunderts – des zwanzigsten Jahrhunderts
1961 – neunzehnhunderteinundsechzig
Упр. 9. Найдите в тексте эквиваленты к следующим словосочетаниям:
1) защищать каждого гражданина;
2) быстрая индустриализация;
3) получали вдовы и сироты;
4) большая пенсионная реформа;
5) определение размера пенсии.
Упр. 10. Переведите письменно текст № 2
Einladungsmanifest
Am 22. Juli 1762 hat Katharina II. ein Einladungsmanifest erlassen, in dem ausländi¬schen Kolonisten bei ihrer Umsiedlung nach Russland eine Reihe von Privilegien in Aus¬sicht gestellt wurde. Dies waren: Religions¬freiheit, Befreiung vom Militär — und Zivildienst, Steuerfreiheit bis zu 30 Jahren, Selbstverwaltung und staatliche Unterstüt¬zung bei der Umsiedlung. Man verbreitete das Manifest an verschiedenen europäischen Höfen.
Zwischen 1764 und 1767 wanderten zwischenundPersonen aus Deutschland nach Russland aus. Unter den Auswanderern waren auch kleinere Kontingente Franzosen, Holländer, Schweden und andere. Man brachte die Kolonisten über Lübeck und die Ostsee nach Russland. Ein Teil der Einwanderer wurde in der Nähe Petersburgs angesiedelt, die meisten jedoch wurden für die Kolonisation der Wolgasteppen in der Nähe des Städtchens Saratov bestimmt. Dort gründeten sie insgesamt 104 Kolonien, von denen einige durch Überfälle von Nomaden ver¬nichtet wurden.
Jede Familie von Kolonisten bekam rund 30 ha Land zur Bewirtschaftung. Das Land konnte zum erblichen Besitz der jeweiligen Kolonie überlassen werden. Der Rechtsstatus der Kolonisten war aber unterschiedlich. Der größte Teil der Kolonisten hatte sich von Regierungskommissaren anwerben lassen und bekam die im Einladungsmanifest genannten Privilegien. Sie waren formal freie Bauern. Eine Reihe von Kolonien wurde von privaten Lokatoren gegründet. Die Einwoh¬ner dieser Kolonien gerieten in ein Hörigkeitsverhältnis und mussten von Anfang an gegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen. Die Lage begann sich erst zu normalisieren, nachdem alle Kolonien im Jahre 1779 dem Fürsorgekomitee für Ausländer und dessen Kontor in Saratov unterstellt worden waren.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Kolo¬nien bei Petersburg und an der Wolga blieb in den ersten Jahrzehnten hinter den Erwar¬tungen zurück. Die russische Regierung glaubte aber weiterhin an den Nutzen einer ausländischen Kolonisation. In den Jahren 1800 bis 1803 wurde die „Instruktion für die innere Ordnung und Verwaltung» für die Kolonien gesetzlich verankert. Damit waren die Selbstverwaltung der Kolonien durch Personen ihres Vertrauens gesichert und die Voraussetzungen für eine gedeihliche wirt¬schaftliche Entwicklung geschaffen.
Ссылка на первоисточник:
http://www.spbume.ru/